Hirntumore

Krebserkrankungen des Gehirns können primärer Natur sein, was bedeutet, dass der Tumor im Gehirn zu wachsen beginnt und sich lokal ausbreitet, oder sie können als sekundäre Tumoren charakterisiert werden, die sich von anderen Organen im Gehirn ausgebreitet haben und auch als Hirnmetastasen bezeichnet werden.

Die Anzeichen und Symptome der Krankheit sind vielfältig und hängen von dem betroffenen Teil des Gehirns ab. Klassische Symptome für Hirntumoren sind insbesondere Kopfschmerzen, morgendliche Kopfschmerzen, Krampfanfälle, Sehstörungen und geistige Veränderungen, sowie auch Erbrechen und Gleichgewichtsstörungen.

Diese Tumoren können in nahezu allen Bereichen des Gehirns auftreten. Einige der Hirntumore können operativ entfernt werden, wenn sie als operabel angesehen werden. Insbesondere im Hirnstamm sitzende oder angrenzende Tumore sind nicht oder nur durch hoch-spezialisierte und langjährig erfahrene Neurochirurgen einer operativen Intervention zugänglich. In nicht operablen Fällen werden eine Chemotherapie und/oder eine Strahlentherapie vor, oder sogar anstelle des chirurgischen Eingriffs empfohlen. Als Teil eines Netzwerks von Universitätsklinken hat unser kollaboratives Team für Neurochirurgie wiederholt gezeigt, dass Operationen bei Patienten erfolgreich durchführbar waren, die in ihrem Heimatland als inoperabel galten. Daher empfehlen wir grundsätzlich eine Zweitmeinung in Erwägung zu ziehen. Da die Therapieoptionen bei Hirntumoren und einer Hirnmetastasierung grundsätzlich weiterhin eingeschränkt sind, finden aktuell immuntherapeutische Kombinationstherapien Einzug in die Neuroonkologie. Hierunter wurden bereits vielversprechende Ansätze identifiziert.

Ein Umbrellakonzept berücksichtigt alle Aspekte der Krankengeschichte des Patienten, weitere Diagnosen, das allgemeine Wohlbefinden, sowie die verfügbaren diagnostischen Konstellationen und laufenden Behandlungen. Ein Umbrellakonzept beruht nicht auf der einen oder der anderen Therapieoption, sondern zieht eine präzisionsbasierte Kombination von Therapien in Betracht, die für jeden Einzelfall bewertet werden.

Die Erstdiagnose erfolgt normalerweise durch bildgebende Diagnostik. Bei Verdacht auf einen Hirntumor erfolgt in der Regel eine MRT-Untersuchung. Wenn ein Hirntumor festgestellt wurde, sollte dieser biopsiert werden, um die Eigenschaften des Tumors zu bestimmen. Eine histopathologische Analyse kann dann den genauen (Zell-)Typ des Tumors identifizieren. Es gibt viele verschiedene Arten von Tumoren und jeder von Ihnen weist einzigartige genetische Merkmale auf.

Was die meisten Patienten nicht wissen ist, dass nach der ersten Untersuchung der Biopsie (zur Bestimmung des Tumortyps) das Gewebe in der histopathologischen Abteilung des Krankenhauses aufbewahrt wird, in welcher die Biopsie stattfand. Dieses aufbewahrte Gewebematerial kann für eingehende (genetische) Gewebeanalysen und Sequenzierungen verwendet werden. Es ist bekannt, dass Tumore die Anhäufung mehrerer genetischer Modifikationen zeigen, wodurch Krebszellen den selektiven Wachstumsvorteil entwickeln, um eine Expansion einzuleiten. Mittels fortschrittlich entwickelten Hochdurchsatztechnologien ist nun eine Identifizierung dieser mutierten Gene möglich, die zu einer wirksamen gezielten Therapie führen können.

Es ist von entscheidender Bedeutung, eine gründliche Tumoranalyse durchzuführen, damit für den Patienten alle Möglichkeiten einer gezielten Behandlung ausgelotet werden können. Sei es innerhalb eines privaten Settings, oder innerhalb einer klinischen Studie. Daher ist es wichtig ein Labor zu finden, das Ihr Tumorgewebe auf alle Marker und Mutationen untersucht und anschließend einen Onkologen zu finden, der bereit ist mit Ihnen auf die bestmögliche und zielgerichtete Weise zusammenzuarbeiten.

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Wichtig: Unser onkologisches Team berät Sie gerne telefonisch, um einen tieferen Einblick in Ihren speziellen Fall zu erhalten. Dies ermöglicht es uns auch, Ihnen einen vorläufigen Behandlungsplan und Kostenvoranschlag zu erstellen. Unsere Onkologen informieren Sie ausführlich über Medikamente, Therapien und Behandlungen, einschließlich der zugrundeliegenden Mechanismen und Nebenwirkungen. Nach einer körperlichen Untersuchung und einem ausführlichen Gespräch mit Ihnen vor Ort, wird der definitive Behandlungsplan besprochen. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass komplexe medizinische Prozesse wie oben erwähnt nur durch eine eingehende Beratung vor Ort erklärt werden können.



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