Immuntherapie gegen Krebs

Die heutigen krebstherapeutischen Herausforderungen erfordern Lösungen des 21. Jahrhunderts: Gezielte und patientenorientierte Behandlungsstrategien. Das onkologische Team der Hallwang Private Oncology Clinic sucht für Sie nach optimalen und effektiven Lösungen mit Hilfe von individuellen und zielgerichteten Behandlungsstrategien.

Wir kennen die drei typischen Behandlungsansätze für Krebspatienten –

  1. Einige Tumore können operativ entfernt werden, wenn diese als operativ eingestuft werden, lokal (nicht metastasiert).
  2. In einigen Fällen wird eine Chemotherapie und/oder
  3. Eine Radiotherapie (Bestrahlung) noch vor, anschließend, oder anstelle einer operativen Entfernung empfohlen.

Häufig werden zwei oder gar alle drei Formen der oben genannten Behandlungen durchgeführt oder gleichzeitig verabreicht. Ferner wissen wir, dass Behandlungsmethode Nr. 2 und Nr. 3 häufig mit toxischen Nebenwirkungen auf den Patienten auswirken können. Aber was ist mit der Behandlungsmethode Nr. 4?

4. Immuntherapie für Krebserkrankungen

Immuntherapien sind Behandlungen, die das Immunsystem eines Patienten beeinflussen. Seit Jahren wird an der Identifizierung neuer Behandlungsmöglichkeiten mit der höchstmöglichen Effizienz gegen Krebszellen geforscht. Die bereits evaluierten Ansätze der Krebsimmuntherapie haben ein vielversprechendes Potential, und führte in zahlreichen Tumorerkrankungen bereits zu einer Vielzahl von Zulassungen in den letzten Jahren.

Dabei ist es wichtig zu verstehen, was das körpereigene Immunsystem mit einer Krebserkrankung zu tun hat. Die Tatsache, dass das Immunsystem in seiner Abwehrfunktion gegen Krebszellen in vollkommenen gesunden Personen scheitert, ist nicht sehr überraschend wenn man weiß, dass Tumorzellen sich auf der Basis von körpereigenen Zellen im Körper ansiedeln können. Dies ist möglich, da Tumorzellen auf Ihrer Oberfläche ein sogenanntes Antigen tragen, welches sie für das Immunsystem als „zum Körper zugehörend“ erscheinen lässt. Und so können diese Zellen wachsen und sich als solider Tumor, oder in bereits fortgeschrittenen Erkrankungsbildern, als Metastasen in anderen Organen ansiedeln. In diesem Fall sprechen wir aber nicht von einem Versagen des Immunsystems. Wir müssen jedoch herausfinden, wie wir das Immunsystem in seiner Abwehrfunktion aufwecken und auf die Zellen aufmerksam machen können, sodass diese Zellen erkannt und gezielt bekämpft werden.

Die Immuntherapie ist ein komplexes Gebiet und gehört in die Hände von Onkologen, die langjährige Erfahrungen auf dem Gebiet der Immunonkologie ausweisen können. Denn nicht allein die Entscheidungsfindung und Auswahl des jeweiligen Medikamentes ist von wesentlicher Bedeutung, auch der Umgang mit eventuell auftretenden Komplikationen und Nebenwirkung, damit diese Therapie sicher und effektiv verabreicht werden kann.

 

Immuntherapeutische Ansätze

Antibody-drug conjugates oder ADCs sind eine wichtige Klasse hochwirksamer biopharmazeutischer Wirkstoffe, die als zielgerichtete Therapie für Krebserkrankungen entwickelt wurden. Im Gegensatz zu konventionellen Chemotherapien, sollen ADCs nur auf Krebszellen abzielen und gesunde Zellen weitestgehend schonen. ADCs sind komplexe Moleküle die aus einem Antikörper bestehen, der an ein biologisch aktives zytotoxisches Medikament (Krebsmedikament) gebunden ist.

Die Entwicklung von Checkpoint-blockierenden Antikörpern, wie beispielsweise solche die sich gegen das cytoxic T-lymphocyte antigen 4 (CTLA-4) und programmed death 1 receptor /PD-1/L-1) richten, haben sich als ein vielversprechender Ansatz bei der Aktivierung der therapeutischen Antitumorimmunität innerhalb einer wachsenden Liste von malignen Erkrankungen etabliert.

Immune-Checkpoints beziehen sich auf eine Vielzahl von immun-blockierenden Molekülen, die für die Aufrechterhalten der Selbsttoleranz und Modulation der Immunantwort entscheiden sind, um Gewebeschäden zu minimieren. Es ist jedoch bekannt, dass Tumore bestimmte Immun-Checkpoints als Hauptmechanismus der Immunresistenz modifizieren, insbesondere um T-Zellen abzuwehren, die spezifisch für die Erkennung und Bekämpfung von Tumorantigenen zuständig sind. Und somit entziehen sich die Tumorzellen unserer Immunabwehr.

Viele dieser regulatorischen Immun-Checkpoints können jetzt durch Antikörper blockiert oder durch rekombinante Formen von Liganden und Rezeptoren moduliert werden. Checkpoint-blockierende Antikörper (Anti-CTLA-4 oder Anti-PD-1/L-1) haben bereits in klinischen Studien große Erfolge gezeigt und wurden für verschiedene Tumorentitäten bereits zugelassen. Durch die Blockierung von CTLA-4 und PD-1 verbessern diese Checkpointantikörper die Funktion der T-Zellen zur Bekämpfung von Krebszellen. Es gibt eine Vielzahl von Immun-Checkpoints neben den oben genannten, wie z.Bsp. GITR, FR4, IDO, LAG usw.

Monoklonale-Antikörper sind aktive Proteine, die gegen ein einzelnes Epitop gerichtet sind. Eine physiologisch (natürlich) vorkommende Immunantwort gegen ein Antigen, das in den Körper infiltriert ist, ist polyklonal und gegen verschiedene Epitope gerichtet. Ein trifunktionaler Antikörper ist ein monoklonaler Antikörper mit Bindungsstellen für zwei verschiedene Antigene, typischerweise CD3 und einem Tumorantigen, was ihn zu einem Typ eines bispezifischen monoklonalen Antikörpers macht. Darüber hinaus kann sein intakter FC-Teil an einen FC-Rezeptor auf akzessorischen Zellen wie herkömmlichen monospezifischen Antikörper binden. Folglich sind Immunzellen wie T-Zellen (über CD3) und Monozyten/Makrophagen, Naturkillerzellen, dendritische Zellen oder andere FC-Rezeptor exprimierende Zellen mit den Tumorzellen verbunden, was zu deren Eliminierung führen kann.

Diese Strategien zielen darauf ab, dauerhafte T-Zell-Antworten auf Tumorantigene zu induzieren, die von zytotoxischen T-Lymphozyten erkannt werden und zu den immunmodulierenden / aufklärenden Therapien mit mehreren Aktivitäten gehören - wie beispielsweise: Modulation von Immunzellkompartimenten, Komplementaktivierung, Unterdrückung verschiedener Entzündungsmediatoren einschließlich Zytokinen und Metalloproteinasen, Aktivierung von Apoptose oder Überwindung von Immunsuppression.

Die onkolytische Virotherapie wurde kürzlich als vielversprechender neuer Therapieansatz für die Krebsbehandlung anerkannt. Ein onkolytischer Virus ist definiert als ein gentechnisch verändertes oder natürlich vorkommendes Virus, das sich selektiv in Krebszellen vermehren und diese abtöten kann, während gesundes Gewebe geschont wird. Bei der onkolytischen Virotherapie wird das Virus als Tumortherapie verwendet.

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Welche Option ist also die richtige für den individuellen Patienten? Man sollte sich nicht auf einen spezifischen Behandlungsansatz fokussieren. Aber wie soll man wissen, welchen Weg man gehen soll?

Wichtig: Unser onkologisches Team berät Sie gerne telefonisch, um einen tieferen Einblick in Ihren speziellen Fall zu erhalten. Dies ermöglicht es uns auch, Ihnen einen vorläufigen Behandlungsplan und Kostenvoranschlag zu erstellen. Unsere Onkologen informieren Sie ausführlich über Medikamente, Therapien und Behandlungen, einschließlich der zugrundeliegenden Mechanismen und Nebenwirkungen. Nach einer körperlichen Untersuchung und einem ausführlichen Gespräch mit Ihnen vor Ort, wird der definitive Behandlungsplan besprochen. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass komplexe medizinische Prozesse wie oben erwähnt nur durch eine eingehende Beratung vor Ort erklärt werden können.



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